Einsätze bis 2002
(zur 125-Jahrfeier in 2003)

Eine Übersicht über die Einsätze von 1978 bis 2002 erschien als Erinnerung in der Dokumentation zum 125-jährigen Jubiläum.

Bei der Durchsicht der Einsatzberichte stellt man sehr schnell die übliche Verteilung des Einsatzspektrums der Feuerwehr fest: neben einigen wenigen Großeinsätzen und wenig mehr Zimmer- und Dachstuhlbränden gibt es viele kleine Ereignisse, die in der Statistik landen: Wespennester, überflutete Keller und umgestürzte Bäume - solche Einsätze treten meist gehäuft an einem Tag des Jahres auf. Manche Einsätze haben sich bereits beim Eintreffen erledigt, einige erstrecken sich inklusive Nachlöscharbeiten über Tage. Bei den angegebenen Zeiten taucht jedoch nicht der darauf folgende Arbeitsaufwand auf, der für das erneute Aufrüstungen der Fahrzeuge notwendig ist.

Auch in Höhr-Grenzhausen neigen Brandmeldeanlagen schon mal zu Fehlalarmen, eine Spezialität des Kannenbäckerlandes dürften die brennenden Keramiköfen sein - bei den Bränden entstehen teilweise sehr große Rauchwolken, die einen richtigen Brand vortäuschen.

Im folgenden Abschnitt möchten wir die größeren Einsätze der letzten 25 Jahre aufführen, die einigen sicherlich noch in Erinnerung geblieben sind.

Wohnhausbrand Pizzeria Rebstock (18.01.1980)

Bei Eintreffen um neun Uhr vormittags brannte bereits das gesamte Treppenhaus, die Feuerwehr Ransbach-Baumbach wurde nachalarmiert. Es war zunächst wegen des brennenden Treppenhauses nicht möglich, in die oberen Stockwerke vorzudringen. Zum Einsatz kam unter anderem der Wasserwerfer des Ransbacher TLF 24/50. Das Haus in der Rheinstraße brannte vollständig ab, die Nachlöscharbeiten dauerten bis 22:00 Uhr.

Weihnachtsmarkt am 06.12.1980

Zeitgleich zum Weihnachtsmarkt 1980 musste die Feuerwehr gleich zweimal ausrücken: ein Brand auf dem Anwesen Pontius, gemeldet um 11:16 Uhr, und ein Schuppenbrand bei der Fa. Steuler um 11:45 Uhr. Bei dem ersten Einsatz brannten ein Ölofen und Holzpaletten, bei Steuler ein Lagerschuppen in voller Ausdehnung.

Unterstützung der FF RaBa (18.01.1981)

Bei einem Brand eines Kammerofen der Fa. Korzilius Interbau unterstützte die Feuerwehr Höhr-Grenzhausen die Feuerwehr Ransbach-Baumbach. Um 02:20 Uhr brannte bereits das gesamte Gebäude, der Einsatz endete gegen sieben Uhr. Im Einsatz befanden sich mehrere Wehren der VG Ransbach-Baumbach. Die Feuerwehr Höhr-Grenzhausen stellte den Brandschutz sicher.

Brand Fa. Blum (07.07.1981)

Kurz nach Mitternacht brannte der Dachstuhl des älteren Fabrikgebäudes. Eingelagerte Kartonagen mußten aus dem Gebäude entfernt und außerhalb abgelöscht werden. Der Einsatz endete um fünf Uhr.

Brand Albrechtshof (15.12.1981)

Trotz dem Einsatz der umliegenden Wehren kamen bei diesem Brand insgesamt 300 Schweine und 20 Rinder in den Flammen um.

Brand Schuhhaus Nehren (17.12.1983)

Im Höhrer Schuhhaus Nehren brach um 20:23 Uhr ein Brand im Ladenlokal aus. Der Einsatz konnte jedoch bereits um 22:05 Uhr beendet werden. Zum Einsatz kam auch das Be- und Entlüftungsgerät.

Brand Kerzenlager (15.04.1984)

In der Nacht zum Sonntag brannte ein Kerzenlager der Fa. Müller in Nordhofen komplett aus, das Übergreifen des Feuers auf den angrenzenden Wald konnte jedoch verhindert werden. Rund 200 Feuerwehrleute unter der Einsatzleitung von KFI Werner Hammer setzten ca. 2500 Liter Schaummittel ein, um den Brand zu löschen. Große Probleme bereitete die enorme Hitze- und Rauchentwicklung.

Etwa eine Stunde später nach der Alarmierung zum Brand in Nordhofen brach in einen Nebenraum der Turnhalle Hilgert ebenfalls ein Feuer aus, bei dem jedoch nicht die gesamte Halle betroffen war.

Brand Öltrennanlage Fa. Edelhoff (05.02.1985)

Bedingt durch hohe Temperaturen entwickelten sich in einem Abwasser-Sammelbecken ein explosives Gasgemisch, welches durch Funkenschlag entzündet wurde. Es handelte sich um ein Öl-Wasser-Gemisch mit Benzinbeimengungen vom Bundesluftwaffenflugplatz Cochem-Brauheck. Chlorhaltige organische Substanzen konnten nicht nachgewiesen werden, auch traten keine wassergefärdenden Substanzen aus.

Die neu errichtete Halle stand bei Eintreffen der Feuerwehr um 14:30 Uhr in Flammen, ein weithin sichtbarer schwarzer Rauchpilz dehnte sich über dem Gelände aus. Die noch vollen Öltanks wurden ständig gekühlt, des weiteren wurde ein Schaumteppich gelegt. Hillscheid und Hilgert standen in Bereitschaft, mußten aber nicht unterstützend eingreifen. Um 17:00 Uhr rückten die Einsatzkräfte wieder ab. Gegen Vorschriften wurde nicht verstoßen, seitens des Betreibers lag eine Genehmigung zur Verarbeitung von Altöl vor.

Brand in denkmalgeschütztem Haus (24.01.1988)

Das Feuer im Haus Ecke Hermann-Geisen-Straße / Friedrich-Corcilius-Weg dehnte sich nachts von zwei Stellen auf das gesamte Gebäude aus. Die Hitzeentwicklung ließ an gegenüber liegenden Gebäuden Fenster platzen und Jalousien schmelzen. Das in der Nachbarschaft gelegene Jugendzentrum „Zweite Heimat“ drohte ebenfalls ein Opfer der Flammen zu werden, konnte jedoch erfolgreich geschützt werden. Seitens des Kriminalkommisariats Montabaur stand schon sehr früh fest, dass es sich um Brandstiftung handeln musste. Die jugendlichen Täter konnte wenige Tage später ermittelt werden. Die „alte Volksbank" musste entgegen damaliger Befürchtungen jedoch nicht abgerissen werden, das Haus wurde später aufwändig saniert und zur Gaststätte ausgebaut.

Brand Fa. Girmscheid (12.11.1988)

Am Nachmittag brannte die Lagerhalle des Keramikherstellers Girmscheid in der Rheinstraße. Nach vier Stunden konnte das Feuer mit dem Einsatz von vier C-Rohren, eines dabei über DLK, gelöscht werden. Das Verpackungsmaterial aus dem Dachgeschoß musste gesondert abgelöscht werden, der nur noch in Resten stehende Dachstuhl selbst aufgrund von Einsturzgefahr abgerissen werden.

Brand Fa. Girmscheid (20.06.1989)

In den Abendstunden musste ein Brand in einer Lagerhalle gelöscht werden, in der sich Maschinen und Geräte zum Drucken sowie dafür notwendige Flüssigkeiten befanden. Neben drei C-Rohren kam das Schaumrohr sowie die DLK zum Einsatz. Ein Übergreifen auf andere Gebäude konnte verhindert werden.

Brand Gaststätte Adler (13.07.1989)

Im Laufe des Nachmittags brannte die obere Etage der Gastwirtschaft aus. Das Feuer entstand in einem Holzschrank, Brandstiftung wurde ausgeschlossen.

Brand Autowerkstatt (16.03.1990)

Die in der Rheinstraße 68 gelegene Autowerkstatt brannte komplett aus, das Feuer wurde vermutlich durch Schweißarbeiten entzündet. Der Koblenzer Inhaber stand unter Schock und musste durch den Rettungsdienst behandelt werden.

Brand Gaststätte Adler (07.11.1990)

Wie bereits im Vorjahr brannte in den Morgenstunden das obere Stockwerk sowie die neu renovierte und vor der Wiedereröffnung stehende Gastwirtschaft aus. Drei Trupps bekämpften das Feuer, das Dach wurde über die DLK gekühlt. Als Brandherde wurden der Flur, das Treppenhaus sowie der Gaststättenraum ausgemacht.

Brände am 31.12.1990

Am Silvestermorgen brannte in einem Abstell- und Lagerraum unter anderem Brennholz. Zwei Angriffstrupps löschten den Brand, das Gebäude war vollständig verqualmt.
Zur selben Zeit brannten in der Rheinstraße eine Abdeckplane und als drittes gleichzeitig ein LKW der Firma Sahm in der Westerwaldstraße.

Wohnhausbrand Hillscheid (28.03.1991)

Der Dachstuhl sowie drei darunter gelegene Zimmer des Hauses in der Römerstraße brannten beim Eintreffen der Feuerwehr in der Mittagszeit. Nach zwei Stunden war das Feuer gelöscht.

Brand Hubertushof (19.05.1991)

Nach Feierlichkeiten auf dem Hubertushof kam es zu einem Brand, der recht schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Es wurde niemand verletzt, das Vieh konnte ins Freie getrieben werden und kam nicht zu Schaden. In einem Werkstattraum brannten diverse Inventarteile, über geöffnete Türen konnte der Rauch bis zu den Stallungen gelangen. Als Ursache wurden Unachtsamkeiten nach der Feier vermutet.

Brand Adler (14.10.1991)

Gegen neun Uhr abends brannte es in der „Brasserie“ in Grenzhausen. Da im Erdgeschoß Benzingeruch festgestellt wurde, wurden Ex-Messungen durchgeführt. Nach einer Stunde war das Feuer gelöscht.

Dachstuhlbrand Rathausstraße (28.02.1992)

In den Abendstunden brannte das Dachgeschoß, Rauch und Hitze wirkten sich dabei auch auf die beiden Nachbargebäude aus. Aus den verqualmten Gebäuden wurden zwei Personen gerettet, ein Kind wurde dem DRK zur ärztlichen Behandlung übergeben. Nach anderthalb Stunden war das Feuer gelöscht.

Wohnungsbrand Höhenstraße (18.05.1992)

Zwei Zimmer eines Mehrfamilienhauses wurden durch einen Zimmerbrand gegen Mitternacht zerstört. Nach zwei Stunden war das Feuer gelöscht, es entstand nur Sachschaden.

Waldbrände (23.05.1992)

Aus „grobem Umgang mit Feuer im Wald“ nahe der „Thielshütte“ und dem Köppelturm entstand einer der größten Waldbrände seit 1959. 10.000 Quadratmeter Fichtenbestand konnten nicht mehr gerettet werden, das Feuer fand im trockenen Unterholz reichlich Nahrung. Nach mehreren Stunden gelang es den beteiligten Wehren aus der weiteren Umgebung, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Etwa 200.000 Liter Wasser wurden dabei durch pendelnde Tanklöschfahrzeuge zum Einsatzort gebracht. Letztendlich dauerten die Löscharbeiten bis zum darauffolgenden Tag an, es waren wegen mehreren Brandnestern noch Nachlöscharbeiten notwendig.

23.05.1992 – 14:08: Gemarkung Hillscheid unterhalb Thielshütte

An dieser Stelle brannten etwa 200 m² Fichtenschonung, die mit dem Einsatz des Schnellangriffs gelöscht werden konnten.

23.05.1992 – 15:10: Gemarkung Montabaur zwischen Köppel und Alarmstange

Hier brannten zehn Hektar Fichtenkultur, das Feuer drohte sich auf den angrenzenden Hochwald auszudehnen. Neben Höhr-Grenzhausen waren auch die Wehren aus Ransbach-Baumbach, Selters und Montabaur an der Einsatzstelle tätig.

Lagerhallenbrand Fa. Girmscheid (24.05.)

In der Mittagszeit brannte es in der Ofenhalle der Firma Girmscheid, dabei brach teilweise die Decke zum Obergeschoß ein, des weiteren wurde der Kamin beschädigt. Das Feuer war bereits nach weniger als einer Stunde gelöscht. Nach Rücksprache mit einem Sachverständigen sperte man das Gebäude wegen Einsturzgefahr. Alle Arbeiten mussten zudem unter PA ausgeführt werden, da in den Räumen Asbestverkleidungen vorhanden waren.

Dachstuhlbrand Hillscheid (09.03.1993)

Bei dem Wohnhausbrand in der Hillscheider Bahnhofstraße waren alle drei Wachen der Verbandsgemeinde im Einsatz. In einer angebauten Scheune, welche als Garage genutzt wurde, entzündete sich mittags ein PKW durch einen technischen Defekt. Das Feuer griff sehr schnell auf das gesamte Gebäude über, es wurde mit insgesamt sechs C-Rohren nach fünf Stunden gelöscht.

Hallenbrand Rastal (03.04.1993)

Um zehn Uhr abends brannte die Lagerhalle, welche zu Fahrzeug-Reparaturarbeiten genutzt wurde, am Ortsausgang Richtung Bendorf komplett aus. Öle und Schmierstoffe sowie Reifen sorgten für eine starke Rauch- und Rußentwicklung, die Inneneinrichtung wurde komplett zerstört. Das Feuer brach im hinteren Teil der Halle durch das Dach, eingelagerte Acetylen- und Sauerstoffflaschen wurden außerhalb gekühlt. Lediglich ein solider Oldtimer-Schlepper des Treckerclubs überstand den Brand fast unversehrt.

Brand Gaststätte Kannenbäckerstube (26.04.1993)

Einbrecher zündeten die Gaststätte „Bei Jo Jo“ in der Nacht an, nachdem sie eine Scheibe einge­schmissen, den Bewegungsmelder außer Betrieb und vorhandenes Münzgeld geklaut hatten. Das Feuer griff vom Thekenbereich auf die angrenzenden Einrichtungs- und Raumteile über. Die im oberen Stockwerk wohnende Familie musste dabei wegen der starken Rauchentwicklung über die Drehleiter gerettet werden, der Schaden belief sich auf ca. 100.000 DM.

Dachstuhlbrand Emser Straße 9 (28.09.1993)

Um ca. halb vier Uhr nachts brannte der Dachstuhl eines im Umbau befindlichen Hauses. Als Ursache wurde von einem Schwelbrand ausgegangen, der bei Schweißarbeiten am Nachmittag zuvor entstand. Der Brand konnte unter Einsatz von vier C- und einem B-Rohr gelöscht werden. Das Gebäude sollte zu einer Gebetstätte für türkische Mitbürger ausgebaut werden.

Brand Adler (14.12.1993)

Nachmittags brach nach einer Explosion das Feuer in der Gaststätte aus, zum damaligen Zeitpunkt unter dem Namen „Brasserie“ firmierend. Bei Eintreffen der Feuerwehr war zunächst kein offenes Feuer zu sehen, kurz darauf kam es jedoch zu einer schlagartigen Brandausbreitung im ersten Obergeschoß. Nach Absperren des Gashahnes im Keller konnte das Feuer durch den Innenangriff, der Dachstuhl über die Drehleiter gelöscht werden. Zusammen mit den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs wurde die bereits 30 cm hervorgewölbte Außenwand mit Hilfe von Holzbalken abgestützt. Durch Hinweise von Zeugen nahm die Polizei bereits am Abend und in der Nacht vier tatverdächtige Personen fest.

Unwetter im Stadtgebiet (18.07.1994)

An diesem Tag ergaben sich zwölf Einsätze für die Wache I.

Rettung eines Pferdes (04.01.1995)

Trotz aller Bemühungen der Feuerwehr und des Tierarztes verstarb das zusammengebrochene Pferd.

Brand Turnhalle Niederelbert (08.04.1995)

Eine bis zu 60 Meter hohe Flammen- und Rauchsäule stieg in der Nacht zum Samstag von der Halle in Niederelbert auf. Bei dem Brand der Elberthalle leistete Höhr-Grenzhausen den etwa 175 Feuerwehrmännern aus der näheren Ümgebung unter anderem mit TLF, DLK und GW-AS Hilfe bei der Brandbekämpfung. Am nächsten Morgen nach dem Brand blieben lediglich einige Betonwände und Stahlträger von der Halle übrig. Das Übergreifen des Feuers auf die angrenzende Schule konnte jedoch erfolgreich verhindert werden.

Wohnungsbrand Grenzau (21.08.1995)

Ein Mehrfamilienhaus in Grenzau brannte im leerstehenden Erdgeschoß aus, lediglich die oberen Etagen waren bewohnt. Ein Knall schreckte die Bewohner gegen zehn Uhr auf, zur Verstärkung wurde die Ransbach-Baumbacher Drehleiter angefordert.

Heuballenbrand Berendes (17.09.1995)

Gegen zehn Uhr abends brannten 90 große Heuballen auf dem Hof Berendes. Um Mitternacht war das Feuer gelöscht, die Nachlöscharbeiten zogen sich bis um 16:00 Uhr am darauffolgenden Tag hin.

Brand Fa. Grust (14.10.1995)

Bei dem Brand in der Hillscheider Gärtnerei kamen im Zuge der Brand­be­kämpfung unterirdische Müllhalden zu Tage. Um eine Ausdehnung des Brandes zu vermeiden, wurde von der Feuerwehr ein Graben gezogen - dabei wurden Anhäufungen von Gärtnereiabfällen wie Styropor, Eisenbänder und Folien, aber auch Autoteile aufgedeckt.

Um darin befindliche Glutnester zu löschen wurde mit Hilfe von Baggern das Erdreich und die enthaltenen Müllreste ausgehoben. Im Anschluß an den Einsatz wurde dem Besitzer seitens des Umweltreferats des Kreises die ordnungsgemäße Sortierung und Entsorgung sowohl des Mülls als auch des Brandabfalls auferlegt, die Kosten für die Entsorgung wurden auf etwa 100.000 Mark veranschlagt.

Heuballenbrand Berendes (11.11.1995)

Erneut brannten 50 Heuballen auf dem Hof Berendes, die mehreren C-Rohren gelöscht werden mussten. Der Einsatz dauerte etwa acht Stunden.

Brand Volksbank Rheinstraße (21.11.1995)

Ausgehend von einem Brand im Technikraum des Hauptsitzes der Volksbank Höhr-Grenzhausen brannte es in den Büroräumen sowie der Hausmeister­wohnung. Neben den Wehren der Verbandsgemeinde wurde auch die Drehleiter von Ransbach-Baumbach alarmiert, der Zugang zum Gebäude erfolgte sowohl über die Rheinstraße als auch über den Parkplatz an der Fehrbachstraße. Die niedrigen Temperaturen ließen das Löschwasser auf der Straße gefrieren, Mitarbeiter des Bauhofes streuten mehrmals die Straße vor der Bank.

Nach etwa zehn Stunden Einsatz konnte die Feuerwehr wieder abrücken, in den Büroräumen entstanden Schäden durch Wasser und Ruß. Die Schalterhalle blieb unversehrt, so dass der Tagesbetrieb wieder aufgenommen werden konnte, auch wurden keine Kundendaten oder Geldscheine vernichtet.

Brand Gaststätte Adler (01.01.1996)

In der Neujahrsnacht brannte es mal wieder in dem seit zwei Jahren leerstehenden Haus. Um ca. 04:20 Uhr brannten Abfälle, die in einem der Räume gelagert wurden.

Wohnungsbrand Martin-Luther-Straße (02.05.1996)

Gegen Abend brannte der Dachstuhl eines Mehrfamilien-Reihenhauses im dichtbebauten Wohngebiet. Ein Übergreifen auf Nachbarhäuser konnte verhindert werden.

Brand Fa. Schütz (22.08.1996)

In den frühen Morgenstunden brannte ein Lackierofen in den Hallen des Ransbach-Baumbacher Schütz-Werkes. Aufgrund der großen Ausdehnung wurden neben Montabaur, Selters und Wirges auch Höhr-Grenzhausen alarmiert, nach einer Dreiviertelstunde war das Feuer unter Kontrolle, der Ofen jedoch komplett zerstört. Die Polizei ging von einem technischen Defekt aus, der Schaden wurde auf eine Million DM beziffert.

Einsatz Tierrettung (09.09.1996)

Einen besonderen Fall von Tierrettung hatte die Feuerwehr im Stadtteil Höhr, genauer in der Juchaczstraße, zu bestreiten: ein junges Wildschwein fiel in einen bereits zur Hälfte abgelassenen Swimming-Pool. Der Hausbesitzer stand gerade mit seinem Rücken zum Pool, als er es hinter sich laut platschen hörte.

Zur Rettung legten sich zwei Feuerwehrmänner mit dem Bauch auf zwei quer über den Pool gelegte Steckleiterteile und schafften es schließlich, das Tier mit Hilfe von Endlosschlaufen herauszuheben. Nachdem es festen Boden unter den Füßen spürte, rannte es durch die Gärten auf und davon.

Dachstuhlbrand Ransbach-Baumbach (13.07.1997)

In den Dachstuhl einer Werkstatt schlug am Nachmittag mit lautem Knall ein Blitz ein und entfachte den Brand. Mit Äxten und Motorsägen wurde das Dach geöffnet, um an den Brandherd zu gelangen.

Wohnhausbrand Pizzeria „La Sila“ (13.07.1997)

Ein Brandstifter verursachte in den Appartments über den Geschäftsräumen einen Schaden von circa 20.000 Mark.

Unwettereinsätze (01.09.1997)

Ein plötzlich eintretendes Unwetter mit Gewitter, Hagel und heftigem Regen sorgte binnen Minuten für Chaos und Überflutungen in den Gemeinden Höhr-Grenzhausen, Ransbach-Baumbach und Selters. Stellenweise waren die Rohre der Kanalisation nicht in der Lage, die Wassermassen aufzunehmen, so zum Beispiel auf der Kreuzung Rudolf-Diesel-Straße unterhalb des Aldi. In 21 Häusern mussten die Keller leergepumpt werden, Hagelkörner so groß wie Golfbälle beschädigten über einhundert Fahrzeuge. Auf den Autobahnen gerieten Fahrzeuge im Feierabendverkehr ins Schleudern, ein Pkw schlitterte auf der A3 gegen eine Betonmauer. Das Unwetter war lokal begrenzt, in Montabaur und Neuhäusel schien zur selben Zeit die Sonne.

Tanklastzug bergen (21.11.1997)

Auf der Kreisstraße zwischen Höhr-Grenzhausen und Alsbach kam ein Tanklastzug von der Fahrbahn ab. Nachdem der Fahrer verschwunden war, ohne sich weiter um den Vorfall zu kümmern, musste der Tankinhalt in ein anderes Fahrzeug umgepumpt werden, um den Lastzug zu bergen.

Verkehrsunfall auf A48 (30.12.1997)

In den Abendstunden wurde ein Serienunfall von elf Fahrzeugen auf der A48 gemeldet. Es waren keine Personen eingeklemmt, die Unfallstelle wurde für etwa zwei Stunden ausgeleuchtet, ausgelaufener Kraftstoff aufgenommen und die Fahrbahn gereinigt.

Wohnungsbrand Töpferstraße (22.03.1998)

Nach dem Hantieren mit Feuer entfachte ein 27-jähriger Mann um sechs Uhr einen Wohnungsbrand im Mehrfamilienhaus mit 21 Wohnungen, er erlitt dabei Verbrennungen und eine Rauchvergiftung. Um 07:30 Uhr konnte der Einsatz beendet werden.

Gefahrguteinsatz A3 (23.03.1998)

Um elf Uhr abends verunglückte ein niederländischer Tanklastzug, der mit 21 t Ethylendiamin beladen war, auf der A3 bei Kilometer 75. Der Tankinhalt wurde unter Hinzuziehung von Fachkräften der BASF-Werkfeuerwehr Ludwigshafen und des Gefahrstoffzuges Westerwald in ein zweites Fahrzeug umgepumpt.

Dachstuhlbrand Fa. Bay (25.06.1998)

Morgens um 06.00 Uhr brannte der Dachstuhl der Firma Bay in der Casinostraße. Im Dachgeschoß brannten gelagerte Verpackungs-kartonagen, welche außerhalb des Gebäudes abgelöscht wurden. Der Brand war nach zweieinhalb Stunden gelöscht, die Nacharbeiten zogen sich bis um 16:00 Uhr hin. Es waren sieben C-Rohre, die DLK mit Wenderohr und 60 PA's im Einsatz.

Brand Töpferstraße (13.11.1998)

Das kleine in Lehmbauweise errichtete Haus in der Töpferstraße 32 war nach einem Brand nicht mehr bewohnbar.

Dachstuhlbrand (17.06.1999)

Gebrannt hat eine Wohnung sowie der Dachstuhl im Dachgeschoß eines Mehrfamilienhauses in der Hermann-Geisen-Straße 27. Das Feuer wurde im Innenangriff von zwei Trupps unter PA sowie im Außenangriff über DLK 23/12 gelöscht. Von weiteren Trupps unter PA Nachlöscharbeiten durchgeführt sowie verbrannte und angebrannte Einrichtungsgegenstände ins Freie gebracht. Das durchgebrannte Dach wurde behelfsmäßig mit einer Plane abgedichtet.

Brand Fa. Anka-Siebdruck (07.07.1999)

Um 20:44 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Brand im Industriegebiet Hilgert alarmiert. Es brannten lösemittelgetränkte Abfälle unter starker Rauchentwicklung, das Feuer wurde von vier Trupps unter PA im Innenangriff mit Schnellangriff und C-Rohr gelöscht. Ein Übergreifen auf größere, mit Aceton gefüllte Lösemittelbehälter konnte verhindert werden. Das Gebäude wurde mit dem Hochleistungslüfter belüftet.

Bergung Autokran (05.08.1999)

Ein 55 Tonnen schwerer Kranwagen rutschte auf der Strecke zwischen Hillscheid und der B49 eine Hang herab, überschlug sich und begrub den Fahrer unter sich, der nur noch tot geborgen werden konnte. Höhr-Grenzhausen wurde von der FF Neuhäusel nachalarmiert. Die Feuerwehren aus Montabaur und Höhr-Grenzhausen bereiteten den Unfallort durch Stutzen von Bäumen und Beseitigung der Leitplanke zur Bergung des LKW’s vor. 100 Tonnen Schotter wurden herbeigebracht, um den Platz für die zwei schweren Spezialkräne entsprechend vorzubereiten. Einer der Autokräne geriet am darauffolgenden Tag auf der Autobahn ins Schleudern und musste ebenfalls geborgen werden. Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen, in Folge des entstehenden Staus kam es zu weiteren Unfällen.

LKW-Unfall A48 Richtung Bendorf (29.09.1999)

Ein zu schnell fahrender Tankwagen kam auf der Gefällstrecke vor Bendorf ins Rutschen und prallte gegen die Leitplanke. Etwa 250 Liter Diesel gelangten dabei aus dem beschädigten Fahrzeugtank in die Kanalisation.

Dachstuhlbrand in Vallendar (19.12.1999)

Nachdem ein Dachstuhlbrand in einer rund 100 Jahre alten Villa in Vallendar bereits unter Kontrolle schien, zündete das Feuer durch und setzte den kompletten Dachstuhl in Brand. Die Feuerwehr aus Vallendar erhielt dabei Untertützung aus Urbar, Weitersburg, Niederwerth und Höhr-Grenzhausen. Der seit 23:00 Uhr lodernde Brand in der leerstehenden Villa konnte um drei Uhr in der Nacht gelöscht werden.

LKW-Unfall A48 (27.03.2000)

Gegen zwei Uhr in der Nacht durchbrach ein Lastwagen kurz hinter der Anschlußstelle Höhr-Grenzhausen die Leitplanken und stürzte die zehn Meter tiefe Böschung hinab. Der übermüdete Fahrer wurde ins Krankenhaus eingeliefert, der LKW wurde mit einem Kranwagen geborgen.

Großbrand Fa. Bellersheim (20.04.2000)

Um Mitternacht brannte zur Sortierung vorbereiteter Abfall in dem Bodener Abfallwirtschaftsbetrieb, die Feuerwehren Montabaur, Ransbach-Baumbach und Wirges waren bereits zur Brandbekämpfung im Einsatz. Von Höhr-Grenzhausen wurde die Gefahrstoff-Teileinheit sowie der Schlauchwagen angefordert. Messungen am Objekt ergaben, dass bei dem Brand NOX, Chlor und Salzsäure in die Luft gelangten, die Bevölkerung wurde vorsorglich informiert. Der Einsatz war um 9:00 Uhr beendet, der Schlauchwagen wurde nicht benötigt.

Brand Theologische Hochschule (06.08.2000)

Der Dachstuhl der Theologischen Hochschule in Vallendar brannte seit 19:00 Uhr, das Feuer breitete sich dabei vom Ostteil aus auf den restlichen Dachstuhl aus. Höhr-Grenzhausen wurde später zu diesem Einsatz nachalarmiert, weitere Wehren aus dem näheren Umkreis waren bereits im Einsatz. Sorge bestand unter anderem um die tiefer gelegene Bibliothek. Renovierungsarbeiten am Dachstuhl wurden später jedoch nicht als Brandursache vermutet, der Schaden ging in die Millionenhöhe. Der Einsatz dauerte bis 01:45 Uhr.

Unterstützung Dachstuhlbrand (15.06.2001)

Höhr-Grenzhausen wurde um 16:00 Uhr zu diesem Einsatz in Simmern nachalarmiert, es wurden die DLK und der GW-AS benötigt. Der Einsatz endete um 18:30 Uhr.

Verdacht auf Milzbranderreger (18.10.2001)

In der Mittagszeit wurde Höhr-Grenzhausen zur Bereitsatellung alarmiert, hier der Einsatzbericht: „Alarmierung der FEZ Höhr-Grenzhausen auf Veranlassung KFI zur Bereitstellung eines eventuellen Folgeeinsatzes der Facheinheit Gefahrstoffe aufgrund des Verdachtes auf Anthrax-Erreger in einer Postsendung an eine Privatanschrift in Hübingen. Der Verdacht stellte sich laut Aussage KFI und Gesundheitsamt als unbegründet heraus. Kein Einsatz für die Feuerwehr.“

Wohnungsbrand Am Hirzbach (02.03.2002)

Am frühen Samstagmorgen brannte kurz vor vier Uhr ein leerstehendes Wohnhaus in Hillscheid. Zwei Trupps löschten das Feuer im Innenangriff. Die Einsatzstelle konnte nach vier Stunden wieder verlassen werden, eine spätere Alarmierung wegen erneuter Rauchentwicklung übernahm Hillscheid.

Großbrand Fa. Recy Plast (06.03.2002)

Um 02:45 Uhr brach der Großbrand in dem Hillscheider Recycling-Betrieb aus, der aus Plastikteilen Kunststoffgranulat gewinnt. Höhr-Grenzhausen, Hillscheid und Hilgert wurden bei den Löscharbeiten von der Feuerwehr Ransbach-Baumbach und anderen Nachbarwehren unterstützt, insgesamt waren 80 Feuerwehrleute im Einsatz. Um sechs Uhr morgens war das Feuer schließlich unter Kontrolle. Es wurde der Bevölkerung empfohlen, Fenster und Türen vorsorglich zu schließen.

Bei dem Einsatz wurden etwa 600 Kubikmeter Wasser verbraucht, die aus einem 750 Kubikmeter fassendem Hochbehälter entnommen wurden. Aus diesem Grund wurde gegen zehn Uhr die Wasserentnahme beendet, Tanklöschfahrzeuge anderer Wehren, unter anderem aus Bendorf und Selters, stellten die Wasserversorgung im Pendelverkehr sicher.

Nachmittags wurden die Reste der Halle mit Baggern auseinander gezogen, um auflodernde Brandnester zu löschen. Das Gelände war in der Nacht mit einem Schaumteppich bedeckt worden.

Nach dem Brand konnte die Firma den Betrieb in einer Halle am Vallendarer Ortsausgang Richtung Höhr-Grenzhausen wieder aufnehmen. Das Unternehmen hatte sich erst vor zweieinhalb Jahren im Hillscheider Industriegebiet angesiedelt.

Dachstuhlbrand „Zum Euler“ (10.07.2002)

Kurz nach sieben Uhr am Morgen brannte der Dachstuhl des Pflegeheims „Zum Euler“ in Hillscheid, in dem zum Zeitpunkt des Brandes 35 Personen wohnten. Diese konnten recht schnell im katholischen Jugendheim in der Schulstraße untergebracht werden, niemand wurde ernsthaft verletzt. Um die Evakuierten kümmerten sich Heimleitung, Rettungsdienst und die SEG von DRK und Johanniter Unfall-Hilfe.

Im Einsatz befanden sich 57 Feuerwehrleute aus der VG, kurze Zeit später trafen Hilgert und Ransbach-Baumbach ein. Um 08:30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, die letzten Flammen sind um 09:30 Uhr gelöscht worden. Etwa fünfzig Prozent der Bausubstanz blieben erhalten, so WL Karl-Heinz Schmidt.

Gefahrgutunfall B 255 (17.10.2002)

Am Vormittag verunglückte bei Hellenhahn Schellenberg ein Tanklastzug, durch Rennerod wurde der Gefahrstoffzug aus Höhr-Grenzhausen alarmiert. Eine der Kammern des Tanks war an der Unterseite aufgerissen, ein Teil der Ladung – Benzin und Diesel – lief aus. Der Tankinhalt musste in ein zweites Fahrzeug umgepumpt werden, es wurden ständig Messungen der Umgebungsluft durchgeführt. Der Einsatz dauerte zehn Stunden.

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