35 Jahre Jugendfeuerwehr Höhr-Grenzhausen

Zum 125-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Höhr-Grenzhausen im Jahre 2003 konnte die Jugendfeuerwehr zeitgleich ihr 35-jähriges Bestehen feiern.

Bereits 1975 trat Peter Glodowske die Nachfolge von Fritz Strauß als Jugendwart an. Als weitere Jugendbetreuer standen ihm zu dieser Zeit Werner Scherz und Burkart Bösch tatkräftig zur Seite.

Auch diese Kameraden, ebenso wie unser heutiger Wehrleiter Karl-Heinz Schmidt und viele andere heute noch aktiven Feuerwehr-Angehörigen, begannen ihren Feuerwehrdienst in und mit der Jugendfeuerwehr.

So auch der Wehrführer der Feuerwehr Höhr-Grenzhausen, Uwe Scholl, der im Jahr 1980 das Amt des Jugendwartes übernahm und diese Funktion heute noch wahrnimmt.

Während seiner Amtszeit wurde der Bereich der Jugendfeuerwehr von der Stadt auf die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen ausgedehnt; heute gehören der Gemeinschaft Jungen und Mädchen nicht nur aus der Stadt, sondern auch aus den Ortsgemeinden Hillscheid, Hilgert und Kammerforst an.

Mit dieser Maßnahme wuchs die Zahl der Jugendfeuerwehr-Mitglieder langsam aber stetig auf teilweise über 25 Jugendliche an. So brauchte auch Uwe Scholl tatkräftige Unterstützung für eine qualifizierte Jugendarbeit. Diese fand er in den Kameraden Horst Hümmerich, Karl-Heinz Dente, Frank Sellner und Horst Barthel.

So entwickelte sich ein eingespieltes Team, welches nicht nur die Geschicke der Jugendfeuerwehr leitet, sondern auch ständig neue Verbindungen und Freundschaften knüpft und somit maßgeblich dazu beiträgt, die Kameradschaft zu pflegen und damit den Bestand der Jugendgruppe auch künftig auf einem anspruchsvollen Niveau zu halten.

Nach langer Zeit wurde das Eintrittsalter für die Jugendlichen auf Landesebene von dem 12. auf das 10. Lebensjahr herabgesetzt. In der Jugendfeuerwehr sind somit alle Altersklassen zwischen 10 und 16 Jahren vertreten. Viel Sport und Spiele, aber auch schon feuerwehrtechnische Ausbildung bestimmen die Gruppenstunden, welche wöchentlich jeweils am Donnerstag stattfinden. Auf diese Art werden die Jungen und Mädchen von ihren Betreuern und erfahrenen Ausbildern auf den aktiven Feuerwehrdienst vorbereitet, in den sie ab dem 16. Lebensjahr übernommen werden können.

Im Februar des Jahres 2002 verstarb völlig plötzlich und unerwartet im Alter von 44 Jahren der langjährige Jugendbetreuer und aktive Kamerad Horst Barthel aus Hillscheid.

Als unermüdlicher, treuer und gern gesehener Helfer wurde durch seinen Tod eine große Lücke in das Team der Jugendwarte gerissen.

Es folgte eine lange Zeit der Betroffenheit und die Suche nach einem geeigneten Nachfolger.

Marcus Kaufmann, ebenfalls ein Kamerad aus Hillscheid, stellte sich hierzu gerne zur Verfügung und vervollständigte somit die Mannschaft der Jugendbetreuer wieder zu einem kompletten Team.

Heute, im Jahr 2003, zum 125-jährigen Jubiläum der Feuerwehr Höhr-Grenzhausen, kann die Jugendfeuerwehr mit Freude und Stolz auf 35 Jahre erfolgreiche Jugendarbeit zurückblicken. Die Jugendfeuerwehr ist während dieser Zeit zu einem festen Bestandteil der Freiwilligen Feuerwehr in der Verbandsgemeinde geworden und stellt mittlerweile annähernd 90% des Nachwuchses für den aktiven Einsatzdienst sicher. Neben der Tatsache, dass die Jugend und ihre verantwortungsbewusste Erziehung und Pflege eines der höchsten und förderungswürdigsten Güter der Menschheit darstellt, kann es einen besseren Beweis für die zukunftsweisende Weitsicht und Richtigkeit der Entscheidung vor 35 Jahren zur Gründung einer Jugendfeuerwehr wohl nicht geben.

 

zurück